Was bringt eine Fassadendämmung?
Über ungedämmte Außenwände geht ein erheblicher Teil der Heizwärme verloren. Eine fachgerechte Fassadendämmung reduziert diese Verluste dauerhaft, hält die Wand im Winter warm und im Sommer kühler und beugt Feuchteschäden sowie Schimmel an kalten Innenoberflächen vor.
Neben der Energieeinsparung zählt der Werterhalt: Eine sanierte, gedämmte Hülle verbessert die Energieeffizienzklasse des Gebäudes – ein zunehmend harter Faktor bei Vermietung und Verkauf.
Welche Dämmverfahren gibt es?
Je nach Gebäude, Fassadenzustand und Zielniveau kommen unterschiedliche Verfahren infrage:
- Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS): Dämmplatten werden direkt auf die Wand geklebt/gedübelt und verputzt – der verbreitetste Klassiker.
- Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF): Dämmung plus Luftschicht und Bekleidung – langlebig und bauphysikalisch robust.
- Einblasdämmung: Hohlräume im zweischaligen Mauerwerk werden mit Dämmstoff gefüllt – oft schon ab 3.000–7.000 € möglich.
- Serielle Holzrahmen-Dämmebene: vorgefertigte Elemente mit integrierter Dämmung werden vor die Bestandswand montiert – die Basis der seriellen Fassadensanierung.
Was kostet Fassadendämmung?
Für klassische Verfahren liegen die Kosten meist bei 100 bis 200 € je Quadratmeter Fassadenfläche. In einer Auswertung von Angeboten zahlten viele Eigentümer zwischen 30.000 und 40.000 € für ein Einfamilienhaus, im Schnitt rund 38.000 €. Eine Einblasdämmung ist mit 3.000–7.000 € deutlich günstiger, aber nur bei passendem Wandaufbau möglich.
Bei Mehrfamilienhäusern skaliert die Investition mit der Fläche; entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist die Kombination aus Energieeinsparung, Förderung und Werterhalt – nicht der reine Quadratmeterpreis.
Welche Förderung gibt es für Fassadendämmung?
Als BAFA-Einzelmaßnahme wird die Fassadendämmung mit 15 % der förderfähigen Kosten bezuschusst. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Satz auf 20 %. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 € je Wohneinheit gedeckelt, mit iSFP auf 60.000 €.
Deutlich mehr ist über den Effizienzhaus-Weg (KfW 261) möglich: bis zu 150.000 € Kredit je Wohneinheit und ein hoher Tilgungszuschuss. Wird die Dämmung als vorgefertigtes Element im seriellen Verfahren montiert, kommt der Serielle-Sanierungs-Bonus hinzu. Mehr dazu im Ratgeber KfW-Förderung serielle Sanierung.
Fassadendämmung im seriellen Verfahren – der SSR-Weg
SSR fertigt die Dämmebene als Holzrahmen-Fassadenelement im Werk vor. Dadurch ist die Dämmung exakt geplant, witterungsunabhängig produziert und in wenigen Tagen montiert. Fassade, Dach und Photovoltaik werden technisch zusammengedacht – so entstehen weniger Schwachstellen an Anschlüssen und Übergängen.
Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen ist das oft der wirtschaftlichste Weg, weil sich Vorfertigung und Wiederholbarkeit auszahlen.