Was ist serielle Fassadensanierung?
Bei der seriellen Fassadensanierung wird die neue Gebäudehülle nicht Schicht für Schicht auf der Baustelle aufgebaut, sondern als fertiges Holzrahmen-Fassadenelement im Werk produziert. Grundlage ist ein präzises digitales Aufmaß – oft ein 3-D-Scan des Bestands. Auf dieser Basis werden Dämmung, Fenster, Fassadenoberfläche und teils Haustechnik bereits im Element integriert. Das Verfahren geht auf das niederländische Energiesprong-Prinzip zurück, das seit 2013 erprobt ist.
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Sanierung: Die Hauptarbeit findet witterungsunabhängig in der Halle statt. Am Gebäude bleibt vor allem die Montage – und die ist schnell, sauber und für Bewohner deutlich weniger belastend.
Wie läuft eine serielle Fassadensanierung ab?
Der Ablauf folgt klar getrennten Phasen statt parallel improvisierter Einzelgewerke:
- Digitales Aufmaß: 3-D-Scan und Bestandsaufnahme der Fassade, Fenster und Anschlusspunkte.
- Planung & Vorfertigung: Die Elemente werden im Werk millimetergenau produziert – inklusive Dämmebene und Fensteröffnungen.
- Logistik: Die fertigen Elemente werden just-in-time zur Baustelle geliefert.
- Montage: Per Kran werden die Elemente an die Bestandsfassade gesetzt und befestigt – in der Regel innerhalb weniger Tage bis Wochen.
- Anschlussarbeiten: Dach, Dämmung und – wo sinnvoll – Photovoltaik werden technisch zusammengeführt.
Was kostet serielle Fassadensanierung?
Die Kosten hängen von Gebäude, Umfang und Zielniveau ab. Branchenrichtwerte für eine serielle Komplettsanierung der energetisch relevanten Maßnahmen liegen 2026 bei rund 1.500 bis 2.000 € je Quadratmeter Wohnfläche. Pro Wohneinheit sind die Kosten in den letzten Jahren durch Skalierung von etwa 120.000 € auf rund 70.000 bis 100.000 € gesunken.
Für die reine Fassade als Einzelmaßnahme lesen Sie weiter unter Fassadendämmung. Eine detaillierte Rechnung finden Sie im Ratgeber Was kostet serielle Fassadensanierung?.
Welche Förderung ist möglich?
Serielle Sanierung ist einer der am stärksten geförderten Sanierungswege in Deutschland:
- KfW 261 (Wohngebäude-Kredit): bis zu 150.000 € je Wohneinheit.
- Serieller-Sanierungs-Bonus (SerSan): zusätzliche 15 Prozentpunkte Tilgungszuschuss bei Erreichen von Effizienzhaus 55 oder 40 mit vorgefertigten Fassaden-/Dachelementen.
- Worst-Performing-Building-Bonus: weitere 10 Prozentpunkte für besonders unsanierte Gebäude (Bonus-Summe gedeckelt).
- SSR-Eigenzuschuss: SSR legt bei vollständiger Umsetzung zusätzlich 10 % aus eigener Tasche drauf – so sind bis zu 50 % gesamt erreichbar.
Warum SSR als ausführender Betrieb?
SSR ist kein Vermittler, sondern ein ausführender Handwerksbetrieb mit über 35 eigenen Mitarbeitern in Oerlinghausen. Serielle Fassadensanierung, Holzbau, Dach und Photovoltaik werden als ein zusammenhängendes System gedacht – genau dort, wo bei getrennten Gewerken sonst die kritischen Schnittstellen entstehen.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor der Vergabe der Bauaufträge gestellt werden, und ein gelisteter Energieeffizienz-Experte (dena) ist Pflicht. Beides bringt SSR mit. Details auf der Förderseite und im Ratgeber KfW-Förderung serielle Sanierung.